Mittelalter Hemd für Reenactment und Larp
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
- Lieferbar
Mittelalterhemd – das Herzstück jeder historischen Gewandung
Das Mittelalter Hemd ist die Basis jedes Reenactment-Outfits, jedes LARP-Kostüms und jeder stimmungsvollen Gewandung auf dem Mittelaltermarkt. Mit über 200 Modellen – vom schlichten Leinenhemd unter der Tunika bis zum ausdrucksstarken Schnürhemd – findest du hier das passende Stück für jedes Authentizitätslevel und jeden Einsatz. Ob du zum ersten Mal eine mittelalterliche Gewandung zusammenstellst oder dein Spätmittelalter-Outfit mit einem historisch korrekten Untergewand vervollständigen willst – diese Übersicht hilft dir bei der Wahl.
Was war das Mittelalterhemd historisch? Vom Untergewand zur Oberbekleidung
Frühmittelalter
In der Wikingerzeit und im frühen Mittelalter dominierte die knöchellange Tunika (Cotte) aus Wolle oder Leinen. Ein separates „Hemd" als Untergewand war kaum verbreitet – die Tunika war zugleich Ober- und Unterkleidung. Textilfunde sind aus dieser Zeit rar, die Darstellungen daher in Teilen rekonstruktiv.
Hochmittelalter
Im Hochmittelalter prägten lange Tuniken das Bild. Erste Beinlinge – strapsartig gefertigte Hosenbeine, die mit Nestelschnüren an einem Bruchenband befestigt wurden – kamen auf. Das Hemd als eigenständiges Kleidungsstück existierte noch kaum; die Tunika erfüllte seine Funktion.
Spätmittelalter
Im Spätmittelalter wurde die Mode körpernäher. Tuniken wurden kürzer, Beinlinge entwickelten sich zur Schamlatzhose. Das Hemd etablierte sich als eigenständiges Untergewand aus Leinen – dem einzigen verfügbaren Feingewebe, da Baumwolle in Mitteleuropa noch nicht gesponnen wurde. Der Schnitt war bewusst einfach: rechteckige Stoffbahnen, ein Achselkeil für Bewegungsfreiheit, ein geschlitzter oder weit geschnittener Halsausschnitt. Schnürungen gab es im Originalfund nicht.
Frühe Neuzeit
Das ehemalige Untergewand rückte als Oberbekleidung in den Fokus der Mode. Schnürungen am Ausschnitt und an den Ärmeln, Stehkragen, V-Ausschnitte und Rüschen entstanden. Das klassische „Schnürhemd" wie es heute auf Mittelaltermärkten getragen wird, ist historisch dieser Epoche zuzuordnen – kein mittelalterlicher Originalfund, aber eine logische modische Weiterentwicklung.
Authentisch vs. Marktmittelalter: Welcher Hemdentyp passt zu deinem Einsatz?
Die Frage, welches Hemd das richtige ist, hängt weniger vom Geschmack ab als vom Einsatzzweck. Für ein historisches Reenactment-Lager gelten andere Maßstäbe als für einen LARP-Event oder den Besuch auf dem nächsten Mittelaltermarkt.
- Schlichter rechteckiger Schnitt, ohne Schnürung
- Naturfarben oder weiß, kein aufwendiger Zierschmuck
- Leinen bevorzugt – historisch belegtes Material
- Für Spätmittelalter-Outfit: Hemd unter dem Wams getragen
- Für Hochmittelalter: eher lange Tunika statt separatem Hemd
- Schnürung am Ausschnitt oder an den Ärmeln erlaubt
- Ausdrucksstarkes Erscheinungsbild, vielfältige Farbwahl
- Baumwolle oder Mischgewebe – robust und pflegeleicht
- Auch als Piratenhemd oder Fantasykostüm nutzbar
- Für Karneval und Fasching bestens geeignet
Ein wichtiger Hinweis für Reenactoren: Wer sein Outfit am Hochmittelalter orientiert, greift besser zu einer langen Wikinger-Tunika oder Cotte. Das freistehende Hemd als Untergewand gehört historisch erst ins Spätmittelalter – unter einem Wappenrock oder Gambeson ist es kaum sichtbar, weshalb Funktion und Material hier Vorrang vor Optik haben.
Materialien im Überblick: Baumwolle, Leinen und Mischgewebe
| Material | Eignung | Eigenschaften |
|---|---|---|
| 100 % Baumwolle | LARP / Markt | Günstig, pflegeleicht, atmungsaktiv, waschbar bei 30 °C – ideal für Einsteiger und häufigen Einsatz |
| 100 % Leinen | Reenactment | Historisch korrekte Wahl, angenehm bei Wärme, wird durch Tragen und Waschen weicher, etwas höherer Preis |
| Baumwolle-Leinen-Mix | Reenactment | Kombination der Vorteile beider Fasern: Haptik ähnlich Leinen, dabei etwas robuster und günstiger |
Die Eigenmarke Vehi Mercatus setzt konsequent auf Naturfasern – kein Synthetik, keine Mischungen mit Polyester. Die Stoffe werden nach eigenen Vorgaben in Webereien gefertigt und sind so auf die Anforderungen von Mittelalter-Gewandungen abgestimmt. Wer LARP betreibt und häufig waschen muss, greift zu Baumwolle. Wer auf Authentizität setzt und auch im Sommer angenehm tragen will, entscheidet sich für Leinen.
Schnitt und Stil: Die wichtigsten Hemdentypen im Sortiment
Schlichte Ritterhemden
Klassisch geschnittene Hemden mit kleinem Kragen, Knopf oder kurzem Schlitz am Ausschnitt, in Natur, Weiß oder Schwarz. Ideal als Unterhemd unter Gambeson oder Wams – das Hemd erfüllt hier primär eine funktionale Rolle. Ab ca. 29 €, in 100 % Baumwolle.
Schnürhemden
Hemden mit Schnürung am Ausschnitt und/oder an den Ärmeln – der Klassiker für Mittelaltermärkte und LARP-Veranstaltungen. Vielseitig kombinierbar, auch als Piratenhemd tragbar. Historisch der Frühen Neuzeit zuzuordnen, aber für Marktmittelalter und LARP erste Wahl. In vielen Farben von Natur bis Schwarz.
Tuniken mit Hemd-Charakter
Übergangsformen zwischen langer Tunika und Hemd – knieland, oft mit abziehbaren Ärmeln für flexible Nutzung. Gut für Epochen, in denen die Grenze zwischen Tunika und Hemd fließend ist. Auch in mehrfarbigen Ausführungen erhältlich, in Baumwoll-Mischgewebe.
Das Sortiment umfasst sowohl Kurzarm- als auch Langarmmodelle, verschiedene Kragenformen und ein breites Farbspektrum: Natur, Weiß, Schwarz, Blau, Rot, Grün und Braun. Größen von S bis XXXL sind durchgehend verfügbar – damit lässt sich die Gewandung für nahezu jede Körperform zusammenstellen.
Preisübersicht: Was kostet ein Mittelalterhemd?
Baumwoll-Hemden wie Götz oder Ulrich – solide Verarbeitung, unkomplizierte Pflege, gut für den ersten Marktbesuch oder gelegentliches LARP. Diese Modelle sind direkt tragbar und lassen sich leicht mit Mittelalter-Hose oder Beinlingen kombinieren.
Modelle wie Corvin oder Ludwig mit aufwändigeren Schnürdetails, teils Leinen-Anteil oder höherer Verarbeitungsqualität. Auch Marken wie Leonardo Carbone oder Battle Merchant sind in diesem Preissegment stark vertreten. Für regelmäßige LARP-Einsätze und Marktbesucher eine gute Wahl.
Tuniken mit Hemd-Charakter wie die Bent-Tunika mit abnehmbaren Ärmeln, Mischgewebe oder besondere Schnitte. Für Reenactoren, die Wert auf materialechte Umsetzung legen, oder für aufwändigere Spätmittelalter-Outfits. Burgschneider und die Vehi-Mercatus-Eigenmarke sind hier besonders vertreten.
Im Sortiment führen wir Hemden von Battle Merchant (87 Artikel), Leonardo Carbone (69 Artikel), Burgschneider (28 Artikel) sowie unserer Eigenmarke Vehi Mercatus (16 Artikel) – damit abgedeckt von der günstigen Einstiegslösung bis zur qualitätsbewussten Ausführung in Naturfasern.
Pflege und Kombination: So trägst und wäschst du dein Mittelalterhemd richtig

Baumwoll-Hemden lassen sich in der Regel bei 30 °C in der Waschmaschine waschen. Leinen ist ähnlich pflegbar und wird durch wiederholtes Waschen sogar weicher und angenehmer auf der Haut. Wichtig: Lies stets die eingenähten Pflegeetiketten – besonders bei neuen Hemden kann es beim ersten Waschen zu leichtem Einlaufen kommen. Wer das Einlaufen vermeiden möchte, wäscht beim ersten Mal in kaltem Wasser.
Das Mittelalterhemd als Basisschicht lässt sich auf viele Arten kombinieren. Die häufigsten Varianten:
- Hemd + Wams + Mittelalter-Hose oder Beinlinge – klassisches Spätmittelalter-Outfit
- Hemd + Gambeson – für Schaukampf oder als Rüstungsunterbau
- Hemd + Wappenrock – für Ritter-Darstellungen auf dem Markt
- Hemd alleine – auf dem Mittelaltermarkt im Sommer oder als lockeres Outfit beim LARP
Wenn das Hemd unter Wams oder Gambeson getragen wird, ist es kaum sichtbar – hier zählen Passform und Materialqualität mehr als das optische Detail. Gut sitzende Ärmel, die nicht unter den Ärmeln des Wams hervorquellen, sind dann entscheidend. Die verfügbaren Größen von S bis XXXL sorgen dafür, dass du die Passform findest, die du brauchst.
Ob du dein erstes Mittelalterhemd für den nächsten Marktbesuch suchst oder eine authentische Spätmittelalter-Gewandung vervollständigen willst – mit über 200 Modellen von Baumwolle bis Leinen, von schlicht bis geschnürt, findest du hier das passende Stück. Stöber durch die Auswahl und lass dich im Zweifelsfall telefonisch beraten.
Häufig gestellte Fragen
Im Mittelalter selbst gab es keinen einheitlichen Begriff – das Untergewand wurde schlicht als Leibhemd oder Hemd bezeichnet. Der Begriff 'Mittelalterhemd' ist eine moderne Sammelbezeichnung für Hemden, die historische Kleidung des Mittelalters nachbilden. Auf Mittelaltermärkten und im LARP ist auch 'Schnürhemd' ein gebräuchlicher Begriff, obwohl Schnürungen historisch erst in der Frühen Neuzeit auftauchten.
Das historische Mittelalterhemd war schlicht: rechteckige Stoffbahnen, ein Achselkeil für Bewegungsfreiheit und ein weit geschnittener oder leicht geschlitzter Halsausschnitt. Es wurde fast ausschließlich aus Leinen gefertigt, da Baumwolle in Mitteleuropa im Mittelalter noch nicht gesponnen werden konnte. Schnürungen, Rüschen oder aufwändige Verzierungen am Hemd sind eine Weiterentwicklung der Frühen Neuzeit.
Die Tunika ist ein langärmeliges, oft kniellanges Obergewand aus schwereren Stoffen wie Wolle, das seit der Antike getragen wurde. Das Hemd hingegen etablierte sich erst im Spätmittelalter als leichteres Untergewand aus Leinen. Im Früh- und Hochmittelalter erfüllte die Tunika beide Rollen. Für historisch korrekte Hochmittelalter-Darstellungen empfiehlt sich daher eine Tunika, für Spätmittelalter-Outfits das klassische Leibhemd.
Für authentisches Reenactment ist Leinen die erste Wahl – es ist das historisch belegte Material und angenehm bei Wärme. Für LARP, häufige Wäschen und Einsteiger ist 100 % Baumwolle die praktischere Lösung: günstiger, pflegeleichter und bei 30 °C maschinenwaschbar. Baumwolle-Leinen-Mischgewebe kombiniert die Vorteile beider Materialien und ist für viele Einsatzbereiche ein guter Kompromiss.
Ein Puffhemd – auch Bauernhemd oder Schnürhemd genannt – ist ein Hemd mit weiten, gepufften Ärmeln und Schnürung am Ausschnitt. Es ist keine mittelalterliche Erfindung, sondern eine Mode der Frühen Neuzeit (16.–17. Jahrhundert). Für Reenactment mit historischem Anspruch ist es daher ungeeignet. Auf Mittelaltermärkten, im LARP oder beim Karneval ist es hingegen ein beliebtes und stimmungsvolles Kleidungsstück.









