Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

Mittelalter Kleidung Kinder


zum Ende scrollen

keine weiteren Produkte anzeigen


Artikel  1 - 20 von 57

Mittelalter Kleidung für Kinder verbindet historisches Wissen mit dem Spaß am Verkleiden – ob für den nächsten Mittelaltermarkt, ein LARP-Event oder einfach weil der Nachwuchs als kleiner Ritter oder junges Burgfräulein durch die Welt streifen möchte. Hier findest du Mittelalter Gewandung für Kinder – von der einfachen Tunika bis zum vollständigen Outfit.

Was trugen Kinder im Mittelalter wirklich?

Was trugen Kinder im Mittelalter wirklich?

Eine eigene Kindermode kannte das Mittelalter nicht. Kinder trugen schlicht verkleinerte Versionen der Erwachsenenkleidung – dem Stand ihrer Eltern entsprechend. Stand und soziale Zugehörigkeit bestimmten Schnitt, Stoff und Farbe maßgeblich. Da Kleidung teuer war und als wertvoller Besitz galt, fiel die Kinderkleidung meist schlicht und funktional aus: Sie sollte halten, wärmen und möglichst lange passen.

Die frühe Übernahme von Verantwortung spiegelte sich auch in der Kleidung wider. Ab etwa sieben Jahren galten Kinder als Miniaturerwachsene – sie arbeiteten mit, lernten Handwerk oder wurden in adeligen Haushalten als Pagen in die Dienste anderer Familien gegeben. Kleiderordnungen wie das Aufwandsgesetz Karls des Großen regelten verbindlich, welcher Stand wie viel für Kleidung ausgeben durfte – und auch die Jüngsten wurden dabei nicht ausgenommen.

Mittelalter Kleidung für Jungen: Tunika, Hose und Waffenrock

Jungen trugen die Tunika als zentrales Kleidungsstück – ein knielanges Hemd, das über Hosen oder Beinlinge gezogen wurde. Bei einfachen Verhältnissen bestand die Tunika aus grober Wolle oder Leinen in gedeckten Naturtönen. Für Wikinger-inspirierte Gewandungen sind Thorsberg-Hosen archäologisch belegt: Diese weiten, komfortablen Hosen wurden aus dem berühmten Moorfund im Thorsberger Moor rekonstruiert und sind heute ein Standard in der frühmittelalterlichen Gewandung.

Ältere Jungen – besonders in adeligen oder ritterlichen Haushalten – trugen erste ritterliche Elemente wie Waffenröcke oder einfache Überwürfe. Ein praktischer Gürtel mit kleinem Beutel gehörte zum Alltags-Outfit dazu und ist auch heute noch ein stimmiges Detail für jeden kleinen Marktbesucher.

Mittelalter Kleidung für Mädchen: Unterkleid, Überkleid und mehr

Mittelalter Kleidung für Mädchen: Unterkleid, Überkleid und mehr

Mädchen trugen in der Regel ein langes Unterkleid aus Leinen als direkte Körperschicht – leicht, atmungsaktiv und waschbar. Darüber kam ein Überkleid aus Wolle oder grobem Gewebe, das je nach Stand einfacher oder aufwendiger ausfiel. Typische Details mittelalterlicher Mädchengewandung sind seitliche Schnürungen, weite Ärmel und bodenlange Schnitte.

Kopfbedeckungen wie einfache Schleier oder Hauben waren gängig, besonders bei älteren Mädchen ab dem frühen Teenageralter. Passende Accessoires wie ein schmaler Gürtelbeutel oder eine Fibel zum Fixieren des Kleides runden das Outfit stimmig ab – damals wie heute.

Stoffe und Farben: Welche Materialien wurden verwendet?

Material Historische Einordnung Typische Verwendung
Leinen Historisch belegt Unterhemden, Unterkleider, Basisschicht
Wolle Historisch belegt Tuniken, Überkleider, Mäntel
Nessel / Hanf Historisch belegt Einfache Alltagskleidung niederer Stände
Seide Adel vorbehalten Festgewänder, Besätze bei Hochadel
Baumwolle LARP / Modern Moderne Kindergewandung – weich und pflegeleicht

Farben entstanden aus Pflanzenfarbstoffen: Färberwaid lieferte Blautöne, Goldrute gelbliche Nuancen, Holunderbeeren ein dunkles Violett. Einfache Stände trugen bevorzugt naturbelassene oder dezent gefärbte Stoffe. Kostbare Importe wie Safran, Purpur oder Indigo blieben dem Adel vorbehalten – und machten Kleidung zu einem sichtbaren Statussymbol. Einen ausführlichen Überblick über Stoffe im Mittelalter bietet unser Blog.

Kleidung nach Stand: Bauernskinder, Bürgerkinder und Adelsnachwuchs

Bauern- und Bürgerskinder
  • Grobe Wollhemden und Leinentuniken in Naturtönen
  • Einfache Schnitte ohne aufwendige Verzierungen
  • Bürgerskinder: etwas bessere Verarbeitung, gleiche Grundschnitte
  • Kleidung musste lange halten und wurde oft weitergegeben
  • Kleiderordnungen begrenzten Materialauswahl und Aufwand
Adelsnachwuchs
  • Feinere Stoffe, gelegentlich Seide als Besatz
  • Aufwendigere Gewänder mit Stickereien oder Borten
  • Farbenprächtiger – teure Farbstoffe erlaubt und erwünscht
  • Früh auf Repräsentation ausgelegt (Pagen, Hofdamen)
  • Kleiderordnung galt auch hier – aber mit mehr Spielraum

Gewandung zusammenstellen: Preisstufen und Outfit-Ideen für Kinder

Einstieg · 20–30 €

Eine einfache Tunika oder ein Unterkleid – ideal für erste Marktbesuche, Faschingskostüme oder spontane Verkleidungsideen. Schnell angezogen, pflegeleicht und für viele Anlässe passend.

Kombiniertes Outfit · 50–80 €

Überkleid plus Gürtel und kleiner Lederbeutel ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Auf diesem Niveau macht die Gewandung auch auf Mittelaltermärkten und bei LARP-Einstiegsereignissen eine gute Figur. Kleidung mit verstellbaren Schnürungen verlängert die Tragedauer bei wachsenden Kindern deutlich.

Vollständige Gewandung · ab 100 €

Mit passenden Schuhen, Kopfbedeckung und Accessoires entsteht ein vollständiges Outfit für Reenactment-Familien oder ambitionierte Marktbesuche. Wer mehrere Teile kombiniert, liegt schnell über 100 Euro – dafür ist das Ergebnis entsprechend überzeugend.

Das Gesamtbild: Accessoires, Schuhe und Kopfbedeckungen für den kleinen Ritter

Das Gesamtbild: Accessoires, Schuhe und Kopfbedeckungen für den kleinen Ritter

Stilechte Lederschuhe oder Bundschuhe setzen das letzte, entscheidende Detail – offene Turnschuhe unter einer mittelalterlichen Tunika fallen im Vergleich sofort auf. Im Sortiment findest du passende Mittelalter Schuhe in verschiedenen Ausführungen. Ergänzend dazu machen Gürteltaschen und Beutel aus Leder nicht nur optisch etwas her – sie sind praktisch und historisch stimmig.

Kopfbedeckungen wie eine Bundhaube oder ein einfacher Filzhut setzen den Schlusspunkt und machen selbst ein einfaches Outfit glaubwürdig. Gerade bei Kindern sind solche Details oft das Highlight – und sorgen für leuchtende Augen beim Schlendern über den Mittelaltermarkt. Wer das Outfit noch weiter ausbauen möchte, findet im Bereich Mittelalter Kleidung Mädchen und Mittelalter Kleidung Jungs noch mehr Inspiration.

Vehi Mercatus ist seit über 20 Jahren Fachhandel für Mittelalter, Reenactment und LARP. Bei Fragen zur richtigen Größe oder Kombination erreichst du uns telefonisch Mo–Fr 8–12 und 13–15 Uhr unter +49 9921 7099288. Wir sind Trusted Shops zertifiziert und bieten 30 Tage Rückgaberecht. Lagerverkauf vor Ort in Rinchnach, Bayerischer Wald.

Ob kleiner Wikinger, zukünftiger Ritter oder junges Burgfräulein – mit der richtigen Mittelalter Kleidung wird jeder Marktbesuch zum Abenteuer. Stöber durch das Sortiment und finde die passende Gewandung für deinen Nachwuchs.

Häufig gestellte Fragen

Kinder trugen im Mittelalter keine eigene Mode, sondern verkleinerte Versionen der Erwachsenenkleidung ihres Standes. Typisch waren Tuniken aus Wolle oder Leinen, lange Unterkleider und einfache Hosen. Da Kleidung teuer war, fiel sie oft schlicht und funktional aus – und wurde weitergegeben oder umgearbeitet, wenn Kinder herauswuchsen.

Jungen trugen als Hauptkleidungsstück die Tunika – ein knielanges Hemd aus Wolle oder Leinen, kombiniert mit Hosen oder Beinlingen. Wikinger-Jungen trugen typischerweise weite Thorsberg-Hosen, die archäologisch belegt sind. Ältere Jungen aus ritterlichem Umfeld kamen früh mit Waffenröcken und ersten ritterlichen Elementen in Berührung.

Mädchen trugen ein langes Leinenunterkleid als Basisschicht und darüber ein Überkleid aus Wolle oder grobem Gewebe. Typische Details waren bodenlange Schnitte, seitliche Schnürungen und weite Ärmel. Ältere Mädchen trugen außerdem Schleier oder einfache Hauben als Kopfbedeckung, ergänzt durch Gürtel und kleine Lederbeutel.

Die gängigsten Stoffe waren Leinen, Wolle, Nessel und Hanf. Seide blieb dem Adel vorbehalten, Baumwolle war in Mitteleuropa bis ins 15. Jahrhundert kaum verbreitet. Heute wird für moderne Kindergewandungen oft Baumwolle verwendet – sie ist weich, pflegeleicht und deutlich günstiger als historische Naturfasern.

Einfache Tuniken und Unterkleider sind bereits ab etwa 20–30 Euro erhältlich – ideal für Faschingskostüme oder erste Marktbesuche. Kombinierte Outfits mit Überkleid, Gürtel und Beutel kosten rund 50–80 Euro. Eine vollständige Gewandung mit Schuhen und Kopfbedeckung kann 100 Euro und mehr kosten.

Passende Kategorien entdecken

Das könnte dich auch interessieren