Mittelalterliche Beutel
- Lieferbar
-
Lieferzeit: 3 - 5 Werktage* (CH - Ausland abweichend)
- Lieferbar
-
Lieferzeit: 3 - 5 Werktage* (CH - Ausland abweichend)
- Lieferbar
-
Lieferzeit: 3 - 5 Werktage* (CH - Ausland abweichend)
- Lieferbar
-
Lieferzeit: 3 - 5 Werktage* (CH - Ausland abweichend)
- Lieferbar
-
Lieferzeit: 3 - 5 Werktage* (CH - Ausland abweichend)
- Lieferbar
-
Lieferzeit: 7 - 9 Werktage* (CH - Ausland abweichend)
- Lieferbar
- Artikel vergriffen
- Lieferbar
-
Lieferzeit: 7 - 9 Werktage* (CH - Ausland abweichend)
- Lieferbar
Mittelalterliche Beutel gehören zu den ältesten und praktischsten Accessoires der Geschichte – ob als Geldbeutel am Gürtel, als Pilgerbeutel auf langen Reisen oder als dekoratives Zubehör zur Gewandung. Hier findest du eine Auswahl aus Leder, Wildleder, Wolle und Baumwolle, die für Mittelaltermärkte, LARP-Veranstaltungen und Reenactment gleichermaßen geeignet sind.
Geschichte des mittelalterlichen Beutels: Vom Almosenbeutel zur Geldkatze
Im Mittelalter gab es keine Hosentaschen – alles, was man täglich bei sich tragen wollte, hing am Gürtel. Der Beutel war damit kein modisches Accessoire, sondern ein unverzichtbares Alltagsutensil für Menschen aller Stände. Ob Münzen, Würfel, Spielsteine, Schlüssel oder kleine Schmuckstücke: Der mittelalterliche Geldbeutel diente als tragbares Behältnis für nahezu alles, was handlich genug war.
Gab es im Mittelalter Geldbörsen? Ja – und sie waren weit verbreitet. Als Vorläufer der modernen Geldbörse galten sogenannte Almosenbeutel, die sowohl für Almosen als auch für Münzen und persönliche Gegenstände verwendet wurden. Mittelalterliche Quellen überliefern zwei Hauptformen: den rechteckigen Beutel und den trapezförmigen Beutel, letzterer oft mit aufwendiger Stickerei für höfische Träger.
Wie nannte man mittelalterliche Geldbörsen? Die gebräuchlichsten Begriffe waren Almosenbeutel, Gürtelbeutel und – besonders bekannt – die Geldkatze. Der Begriff leitet sich wahrscheinlich von der lederner Hülle ab, die im Mittelhochdeutschen als „Katze" bezeichnet wurde und sich auf die weiche, geschmeidige Lederhaut bezog. Diese Herleitung ist sprachlich gut belegt und erklärt, warum der Begriff bis heute im Deutschen erhalten ist.
Farben und Varianten: Braun, Schwarz und mehr
Braun ist die häufigste historische Farbe bei Lederbeuteln – vegetabil gegerbtes Rindsleder nimmt beim Trocknen und Altern von Natur aus Brauntöne an. Dieser warme, natürliche Look passt zu nahezu jeder Mittelalter-Gewandung und ist daher in vielen Sortimenten dominierend. Im Bereich LARP-Gewandungen hat sich Schwarz als beliebte Alternative etabliert, besonders wenn ein düsterer oder mysteriöser Charakter gewünscht ist.
Neben Leder bieten Textilbeutel aus Baumwolle, Wolle oder Hanf eine größere Farbpalette: Naturfarben, Rot, Grün, Blau und Sand ermöglichen es, den Beutel gezielt an die Gewandung anzupassen. Wikinger-Beutel sind häufig in Natur- oder Brauntönen gehalten, während Wildlederbeutel durch ihre samtige Oberfläche eine besondere Haptik mitbringen.
Beim Verschluss stehen Kordelzug aus Lederband oder Schnur, Lederriemen und gelegentlich Metallschnallen zur Auswahl – alle Varianten sind historisch belegt und funktional überzeugend. Die Größen reichen im Sortiment von kleinen Münzbeuteln für ein paar Münzen bis hin zu großen Lederbeuteln mit einem Durchmesser von rund 30 cm, die auch für Spielmaterial oder Requisiten Platz bieten.
Die wichtigsten Beuteltypen im Überblick
Gürtelbeutel
Der typischste mittelalterliche Beuteltyp – direkt am Mittelalter-Gürtel befestigt, oft aus Rindsleder oder Wildleder. Kompakt, stabil und historisch authentisch für alle Epochen.
Kordelzugbeutel
Der Kordelzugbeutel ist die unkomplizierteste Form – ein runder oder rechteckiger Beutel mit Zugband. Ideal für Münzen, Würfel oder kleines Spielmaterial. Ab ca. 12 € erhältlich, perfekt für Einsteiger.
Pilgertasche & Umhängetasche
Größere Beutel aus Baumwolle, Jute oder Leinen, die quer über die Schulter getragen werden. Historisch als Pilgerbeutel belegt – heute auf Mittelaltermärkten und LARP-Veranstaltungen weit verbreitet. Auch bekannt als Brottasche.
Wolltasche mit Metalldekor
Kleine Umhängetaschen aus Wolle mit Verzierungen aus Kupfer, z. B. Spiralköpfe – wie die Juna-Tasche aus dem Sortiment. Besonders passend für Wikinger-Gewandungen und frühmittelalterliche Darstellungen.
Beutel nach Verwendungszweck wählen: Markt, LARP oder Reenactment
- Historisch korrekte Materialien: Rindsleder, Wildleder, Wolle, Leinen
- Authentische Formen: Almosenbeutel, Gürtelbeutel, Pilgerbeutel
- Naturfasern und vegetabil gegerbtes Leder bevorzugt
- Einfache Textilbeutel ab ca. 12 €, Lederbeutel ab ca. 14 €
- Passend zu mittelalterlicher Gewandung aller Epochen
- Robustere Wildlederbeutel für intensive Nutzung
- Größere Beutel für Requisiten, Spielmaterial und Würfel
- Schwarze und dunkel gefärbte Varianten für Charaktergewandungen
- Auch Kunstleder-Varianten für günstigeren Einstieg
- Ergänzend: LARP-Gürteltaschen mit Zusatzfächern
Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigt, findet im Bereich Einzelteile für den Taschenbauen alles, was zum Selbstnähen oder zur Reparatur von Beuteln benötigt wird – von Schnallen über Nieten bis zu Lederriemen.
Pflege und Haltbarkeit: So bleibt dein Lederbeutel lange schön
Ein Lederbeutel aus echtem Rindsleder kann bei richtiger Pflege viele Jahre halten – und wird mit der Zeit sogar schöner, weil das Leder eine individuelle Patina entwickelt. Entscheidend ist, das Leder regelmäßig mit Lederfett oder Lederpflege zu behandeln, damit es geschmeidig bleibt und nicht austrocknet oder reißt. Besonders nach dem Kontakt mit Wasser oder intensiver Beanspruchung auf dem Markt ist eine Nachpflege sinnvoll.
Bei Wildleder gilt eine andere Pflegelogik: Hier sollte kein nasses Lederfett aufgetragen werden. Stattdessen empfehlen sich spezielle Wildlederpfleger in Spray- oder Schaumform, die die offene Lederstruktur schonen. Textilbeutel aus Baumwolle oder Wolle sind pflegeleichter – viele lassen sich vorsichtig handwaschen oder bei niedrigen Temperaturen waschen.
Die Kordelzug-Bänder aus Leder sollten gelegentlich ebenfalls eingeölt werden, damit sie flexibel bleiben und beim Öffnen und Schließen nicht brechen. Ein kleiner Pflegeaufwand, der sich langfristig lohnt.
Leder, Wildleder, Wolle oder Baumwolle – welches Material passt?
Im Mittelalter wurde Leder von spezialisierten Handwerkern verarbeitet. Wer verarbeitete Leder im Mittelalter? Vor allem Gerber, die die Tierhäute durch aufwendige Gerbprozesse haltbar machten, und Schuhmacher bzw. Täschner, die das gegerbte Leder zu Beuteln, Schuhen und Gürteln weiterverarbeiteten. Diese Trennung der Handwerke war durch Zunftordnungen geregelt – ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert Lederprodukte im mittelalterlichen Alltag hatten.
| Material | Eignung | Charakter |
|---|---|---|
| Rindsleder | Reenactment | Robust, langlebig, formt sich mit der Zeit an – die klassische Wahl für historisch authentische Beutel. |
| Wildleder | LARP | Weich und angenehm in der Haptik, besonders beliebt bei LARP-Spielern. Weniger formstabil als Rindsleder, dafür leichter und flexibler. |
| Wolle | Reenactment | Warm und dekorativ, besonders geeignet für frühmittelalterliche und Wikinger-Darstellungen. Oft mit Metallverzierungen kombiniert. |
| Baumwolle / Leinen | LARP | Leicht, waschbar und günstig. Ideal für Pilgerbeutel und einfache Marktgewandungen. Weniger wasserabweisend als Leder. |
Die Eigenmarke Vehi Mercatus setzt bei Textilprodukten ausschließlich auf Naturfasern wie Baumwolle, Leinen und Wolle – keine Synthetik, eine bewusste Entscheidung für Qualität und Authentizität. Ergänzend findest du im Sortiment auch Modelle namhafter Hersteller wie Mythrojan, Burgschneider, Lord of Battles und Leonardo Carbone, die jeweils eigene Schwerpunkte bei Material und Verarbeitung setzen.
Erfahrung aus der Szene – worauf es beim Kauf wirklich ankommt
Bevor du einen Beutel kaufst, lohnt es sich, kurz zu überlegen, was tatsächlich hineinpassen soll. Ein kleiner Münzbeutel für Wechselgeld auf dem Mittelaltermarkt braucht andere Dimensionen als ein Beutel, in dem Würfel, ein Smartphone oder Requisiten für ein mehrtägiges LARP-Event verschwinden sollen. Größe und Tiefe des Beutels vorab zu prüfen, spart Enttäuschungen.
Genauso wichtig ist die Befestigungsart: Gürtelbeutel mit Schlaufen sitzen fest am Gürtel und sind bei Bewegung stabil. Beutel mit Karabinerhaken lassen sich schnell wechseln. Kordelzugbeutel zum Umhängen sind flexibler, aber weniger diebstahlsicher auf belebten Märkten. Auf Mittelaltermärkten ist es übrigens praktisch, einen zweiten kleinen Beutel nur für Wechselgeld zu haben – so muss man den Hauptbeutel nicht bei jedem Kauf öffnen.
Wer auf Echtleder setzt, sollte die Nahtqualität prüfen: Doppelte Nähte oder genietete Verbindungen halten deutlich länger als einfache Einzelnähte. Ergänzend zu deinem Beutel lohnt ein Blick auf mittelalterliche Taschen- und Gürtelbeschläge sowie auf passende Schmuck-Accessoires zur Gewandung.
Egal ob du deinen ersten Mittelaltermarkt besuchst oder schon jahrelang Reenactment betreibst – mit dem richtigen Beutel am Gürtel oder über der Schulter rundet sich jede Gewandung ab. Stöbere durch die Auswahl und finde den Beutel, der zu deinem Stil, deinem Anlass und deinem Budget passt.
Häufig gestellte Fragen
Ja, Geldbörsen waren im Mittelalter weit verbreitet. Da Kleidung keine Taschen hatte, trugen Menschen Beutel am Gürtel – sogenannte Almosenbeutel, Gürtelbeutel oder Geldkatzen. Sie dienten nicht nur für Münzen, sondern auch für Schlüssel, Würfel, Spielsteine und andere Kleinigkeiten.
Mittelalterliche Geldbörsen wurden als Almosenbeutel, Gürtelbeutel oder Geldkatze bezeichnet. Der Begriff Geldkatze leitet sich wahrscheinlich vom mittelhochdeutschen Wort für eine weiche Lederhülle ab. Historische Quellen überliefern vor allem zwei Grundformen: rechteckig und trapezförmig.
Der Begriff Geldkatze geht auf das mittelhochdeutsche Wort „Katze" zurück, das eine weiche, geschmeidige Lederhülle bezeichnete. Da Lederbeutel für Münzen eben aus diesem Material gefertigt wurden, bürgerte sich der Begriff ein. Heute wird Geldkatze vor allem im österreichischen und oberdeutschen Sprachraum noch verwendet.
Im Mittelalter war die Lederverarbeitung strikt aufgeteilt: Gerber machten aus rohen Tierhäuten haltbares Leder, während Täschner, Schuhmacher und Riemenschneider das Leder zu fertigen Produkten weiterverarbeiteten. Diese Arbeitsteilung war durch Zunftordnungen geregelt und sorgte für hohe handwerkliche Spezialisierung.
Für historisch authentisches Reenactment empfiehlt sich vegetabil gegerbtes Rindsleder, da es den mittelalterlichen Originalen am nächsten kommt. Wildleder ist eine weichere Alternative, besonders bei LARP-Spielern beliebt. Textilbeutel aus Wolle, Leinen oder Baumwolle sind historisch ebenfalls belegt und besonders für Pilgerbeutel und einfache Alltagsgewandungen geeignet.









