Ritter Waffen
Ritterwaffen stehen für eine der faszinierendsten Waffenkulturen des Mittelalters – von der Lanze im Turnier bis zum Streithammer auf dem Schlachtfeld. In dieser Kategorie findest du eine breite Auswahl an historisch inspirierten Ritter Waffen für Reenactment, Schaukampf, Mittelaltermarkt und Sammler.
Die Waffen der Ritter: Ein Überblick über das historische Arsenal

Das Arsenal eines mittelalterlichen Ritters war vielfältiger, als es die populäre Vorstellung oft zeigt. Das Schwert galt als Symbol der Ritterwürde schlechthin – die feierliche Schwertleite, bei der dem Knappen das Schwert umgegürtet wurde, markierte den Eintritt ins Rittertum. Als Nahkampfwaffe war es unverzichtbar, doch keineswegs die einzige.
Die Lanze war das wichtigste Werkzeug des berittenen Kämpfers, sowohl im Turnier als auch in der offenen Feldschlacht. Unter den Arm geklemmt und im vollen Galopp eingesetzt, entfaltete sie eine Durchschlagskraft, der kaum eine Rüstung standhielt. Daneben gehörten Streitäxte, Streithammer und Dolche zum festen Bestand – letztere dienten als Backup-Waffe oder um einen gefallenen Gegner zu überwältigen.
Mit der Verbreitung schwerer Plattenrüstungen im Spätmittelalter gewannen Waffen wie Morgenstern, Rabenschnabel und Ahlspieß an Bedeutung. Sie waren darauf ausgelegt, gepanzerte Gegner zu bezwingen – durch konzentrierte Schlagenergie oder durch das Durchstechen von Fugen in der Rüstung. Hellebarden und Speere vervollständigten das Arsenal, besonders in der Infanterie.
Ritterwaffen nach Typ: Von Schwert bis Hellebarde
Schwerter
Von Hochmittelalter-Schwertern und Kreuzritterschwert bis zum Renaissance-Seitschwert: Schwerter bilden den Mittelpunkt jeder Ritter-Ausrüstung. Im Sortiment finden sich Schaukampfvarianten (SK-B und SK-C) ebenso wie Sammlerstücke mit Schwertscheide.
Stangenwaffen
Lanzen und Speere für Turnier und Reenactment, spätmittelalterliche Hellebarden und Helmbarten sowie der Ahlspieß als effektive Stichwaffe gegen Kettengeflecht – das Stangenwaffen-Sortiment deckt Infanterie und Turnier ab.
Schlag- und Stichwaffen
Streithammer, Rabenschnabel und Schlachtaxt für den Kampf gegen gepanzerte Gegner. Ergänzt durch Dolche wie Hodendolch, Baselard und Katzbalger – klassische Sekundärwaffen des Ritters.
Preisklassen: Ritter Waffen für jeden Anspruch
Lanzenspitzen, Speerspitzen und einfache Dolche wie der Hodendolch eignen sich für erste historische Darstellungen, als Dekoration oder als Ergänzung zum Kostüm. Guter Einstieg ohne großes Budget.
Solide Schaukampfwaffen von Battle Merchant und Lord of Battles: Streitäxte, Hellebarden mit Holzschaft, Streithammer oder Rabenschnabel. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für regelmäßigen Einsatz auf Mittelalterveranstaltungen. Marken wie Battle Merchant und Lord of Battles stehen im Sortiment für robuste Verarbeitung.
Für ernsthafte Reenactoren und Sammler: Hanwei-Schaukampfschwerter (SK-B), der Da-Carrara-Streithammer aus dem 14. Jahrhundert oder Ulfberth-Schaukampfschwerter. Handgeschmiedete Details, hochwertige Stahlqualität und historische Detailtreue zeichnen diese Klasse aus.
Schaukampf oder Dekoration? Die wichtigsten Kategorien im Sortiment
- SK-B: Weichere Federung, flexible Klinge – für harten Schaukampf geeignet
- SK-C: Härtere Klingenvariante für leichteren Schaukampf oder Reenactment-Darstellungen
- Stumpfe Klingen, verdickte Spitze – für sicheren Einsatz bei Veranstaltungen
- Viele Stücke inkl. passender Scheide und Schwertgürtel
- Geeignet für Turniere, Schaukämpfe und Heerlager
- Scharf geschliffene Nachbildungen für Vitrine und historische Darstellung
- Nur ab 18 Jahre erwerbbar (WaffG)
- Detailreiche Verarbeitung, oft mit punzierter Lederscheide
- Nicht für Schaukampf geeignet – reine Dekoration oder Sammlerobjekt
- Transport und Aufbewahrung nach Waffengesetz beachten
Ritter Waffen nach Epoche: Hochmittelalter, Spätmittelalter und Renaissance
Hochmittelalter
Normannische Schwerter und Kreuzritter-Schwerter mit einfachem Kreuzgefäß prägten das Bild. Dazu einfache Lanzen und Speere für berittene wie zu Fuß kämpfende Krieger. Im Sortiment: Mittelalter Schaukampfschwert Hochmittelalter SK-B (Ulfberth) sowie Kreuzritterschwert SPQR.
Spätmittelalter
Schwerter erhielten längere Griffstücke für den beidhändigen Einsatz. Streithammer, Rabenschnabel und die spätmittelalterliche Schlachtaxt (ca. 1460) kamen gegen die verbreitete Plattenrüstung zum Einsatz. Der Da-Carrara-Streithammer aus dem 14. Jahrhundert ist ein besonderes Stück aus dieser Epoche.
Renaissance
Der Übergang zu verfeinerten Formen: Seitschwert, Landsknecht-Katzbalger und Baselard prägten den Stil. Im Sortiment: das Renaissance Seitschwert Schaukampf SK-B von Hanwei sowie der Katzbalger-Dolch im Landsknecht-Stil mit Scheide.
Ritter Ausrüstung komplett: Waffen im Kontext des Gesamtlooks

Eine Waffe allein macht noch keinen Ritter. Erst im Zusammenspiel mit passenden Ausrüstungsteilen entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Ein Ritterschwert braucht eine passende Scheide und einen stabilen Schwertgürtel – viele Stücke im Sortiment sind bereits mit Lederscheide kombiniert. Dazu kommt das Kettenhemd als Basisschutz, ergänzt durch Helme, Gambeson und Brustpanzer.
Als Beispiel für ein komplettes Ensemble: Die Kreuzritter-Darstellung kombiniert ein Hochmittelalter-Kreuzritterschwert mit Schwertscheide, ein Kettenhemd oder Haubergeon, einen Topfhelm oder Nasalhelm sowie Ritter Kleidung in Form von Gambeson und Wappenrock. Für das Zubehör für Schwerter – von der Scheide bis zum Schwertgürtelhalter – gibt es eine eigene Kategorie im Shop.
Wer ein vollständiges Ritter Outfit zusammenstellen möchte, findet neben den Waffen auch passende Ritter Schuhe und Ritter Taschen und Gürteltaschen im Sortiment.
Worauf du beim Kauf von Ritter Waffen achten solltest
Schaukampf, Reenactment, Dekoration und LARP stellen unterschiedliche Anforderungen. Für den aktiven Schaukampf auf Veranstaltungen brauchst du zertifizierte Schaukampfwaffen (SK-B oder SK-C). Für LARP-Waffen gelten andere Regeln – hier sind in der Regel Schaumstoff-Klingen vorgeschrieben. Für reine Dekoration oder historische Darstellungen ohne Kampf sind Nachbildungen mit höherer Detailtreue die bessere Wahl.
SK-B bezeichnet Schaukampfschwerter mit weicherer Federung und flexibler Klinge – geeignet für intensiven Schaukampfkontakt. SK-C steht für härtere Klingen mit weniger Federung, die für leichteren Schaukampf oder historische Demonstrations-Darstellungen genutzt werden. Viele Veranstaltungen schreiben eine bestimmte Klasse vor – vor dem Kauf beim Veranstalter nachfragen.
Handgeschmiedete Stücke zeigen oft leichte Unregelmäßigkeiten, die ihre Echtheit und handwerkliche Herkunft belegen. Industriell gefertigte Waffen sind gleichmäßiger, oft günstiger und für viele Zwecke absolut ausreichend. Im oberen Preissegment – etwa bei Hanwei oder Da Carrara – wird hochlegierter Stahl verwendet, der Langlebigkeit und historische Detailtreue verbindet.
Scharfe Waffen dürfen in Deutschland nur an Personen ab 18 Jahren verkauft werden. Für Transport und Aufbewahrung gilt das Waffengesetz (WaffG): Scharfe Klingen müssen sicher verpackt transportiert werden, ein offenes Tragen in der Öffentlichkeit ist untersagt. Dekowaffen in der Vitrine unterliegen keiner besonderen Genehmigungspflicht, solange sie nicht geführt werden. Im Zweifel empfiehlt sich ein Blick in den aktuellen Gesetzestext oder eine kurze Anfrage beim Händler.
Ob du dein erstes Schaukampfschwert suchst, eine historisch getreue Schlachtaxt für das Reenactment oder ein besonderes Sammlerstück – in dieser Kategorie findest du Ritter Waffen für jeden Zweck und jedes Budget. Stöbere durch das Sortiment und rüste dich für deinen nächsten Auftritt.
Häufig gestellte Fragen
Zu den klassischen Ritterwaffen zählen Schwert, Lanze, Streitaxt, Streithammer, Dolch, Hellebarde und Speer. Im Spätmittelalter kamen speziell gegen Plattenrüstungen entwickelte Waffen wie Rabenschnabel, Morgenstern und Ahlspieß hinzu. Jede Waffe hatte ihren spezifischen taktischen Zweck – sowohl im Turnier als auch auf dem Schlachtfeld.
Das Schwert galt als Symbol der Ritterwürde und war die wichtigste Nahkampfwaffe. Die Lanze war die dominierende Waffe des berittenen Kämpfers – ihr wuchtiger Stoß im Galopp war kaum abzuwehren. Dolch und Streitaxt ergänzten das Arsenal als Sekundärwaffen für den engen Nahkampf.
SK-B bezeichnet Schaukampfschwerter mit weicherer, federnderer Klinge – sie sind für intensiven Schaukampfkontakt geeignet und auf vielen Veranstaltungen vorgeschrieben. SK-C steht für härtere Klingen mit weniger Federung, die eher für leichtere Schaukampfformen oder historische Demonstrationen eingesetzt werden. Welche Klasse benötigt wird, hängt vom jeweiligen Veranstalter ab.
Ein stimmiges Ritter-Ensemble besteht aus Schwert mit Scheide und Schwertgürtel, einem Kettenhemd oder Gambeson als Unterrüstung, einem passenden Helm sowie Ritter Kleidung wie Wappenrock und Tunika. Dazu kommen Schuhe und optional Arm- oder Beinschienen. Die Waffe ist dabei ein zentrales, aber nicht das einzige Element des Gesamtlooks.
Scharfe Waffen – dazu zählen scharf geschliffene Schwerter, Lanzenspitzen und Dolche – dürfen in Deutschland nur an Personen ab 18 Jahren verkauft werden. Für Transport und Aufbewahrung gilt das Waffengesetz: offenes Tragen in der Öffentlichkeit ist nicht erlaubt, und beim Transport müssen scharfe Klingen sicher verpackt sein.
