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Schmiedewaren


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Schmiedewaren gehören zu den ältesten Handwerksprodukten der Menschheitsgeschichte — und im Mittelalter waren sie schlicht unentbehrlich: für den Hausbau, den Kochplatz, die Truhe und die Tür. Hier findest du handgeschmiedete Stücke aus Stahl, die dieses Handwerk erlebbar machen — vom Scharnier über die Kesselsäge bis zur tordierten Abgrenzungsstange fürs Lager.

Schmiedekunst im Mittelalter: Handwerk zwischen Alltag und Status

Schmiedekunst im Mittelalter: Handwerk zwischen Alltag und Status

Der Schmied war im mittelalterlichen Dorf kein gewöhnlicher Handwerker — er war einer der wenigen, die Rohstoffe in unverzichtbare Gebrauchsgegenstände verwandeln konnten. Ohne seine Arbeit gab es keine Pflugscharen, keine Hufbeschläge, keine Türangeln und keine Truhenriegel. Auf Burgen und in Städten arbeiteten spezialisierte Schmiede für die Bedürfnisse von Adel, Kirche und Militär; auf dem Land versorgte der Dorfschmied die gesamte Gemeinde.

Die Schmiedekunst beruht auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip: Eisen oder Stahl wird im Feuer auf Rotglut oder Weißglut erhitzt, bis das Metall formbar wird. Der Schmied arbeitet es dann auf dem Amboss mit dem Hammer — streckt, biegt, locht oder verdreht es — und schreckt das fertige Stück anschließend in Wasser oder Öl ab, um Härte und Form zu fixieren. Dieses Warmformgebungsverfahren ist seit der Eisenzeit im Wesentlichen unverändert geblieben.

Beschläge und Scharniere an Truhen signalisierten im Mittelalter weit mehr als bloße Funktion: Aufwendig gestaltetes Eisenwerk an Möbeln und Türen war ein sichtbares Zeichen von Wohlstand. Je dichter und kunstvoller die Beschläge, desto höher der gesellschaftliche Rang des Besitzers. Schmiedeeisen war teuer — und wurde entsprechend sorgfältig gepflegt.

Welche Arten von Schmieden gab es im Mittelalter?

Grobschmied

Alltag & Bauwesen

Der Grobschmied fertigte alles, was ein Dorf oder eine Burg zum Funktionieren brauchte: Nägel, Haken, Beschläge, Scharniere, Kessel, Werkzeuge und Bauelemente. Er war der am häufigsten anzutreffende Schmiedtyp — und sein Handwerk bildet die Basis für das meiste, was heute als "mittelalterliche Schmiedewaren" gilt.

Hufschmied & Waffenschmied

Spezialisierte Gewerke

Der Hufschmied war unverzichtbar für Reisebetrieb und Kriegsführung — ohne beschlagene Pferde keine Handelswege, kein Transport. Der Waffenschmied und der Plattner hingegen fertigten Klingen und Rüstungsteile, oft über Jahre für einen einzigen Auftraggeber. Beide Berufe erforderten jahrelange Ausbildung und galten als besonders angesehen.

Schlosser & mythische Schmiede

Ab Hochmittelalter & Sagenwelt

Der Schlosser etablierte sich ab dem Hochmittelalter als eigenständiges Gewerk — spezialisiert auf Schlösser, Riegel und feine Metallarbeiten. In der Sagenwelt haben Schmiede ebenfalls einen festen Platz: Wieland der Schmied aus der germanischen Überlieferung gilt als göttlicher Meister seines Fachs. In der Nibelungensage ist Mime der Schmied, der den jungen Siegfried unterweist — der Name Mime bezeichnet dort den Lehrmeister des Helden.

Kesselsägen, Stangen und Lagerausrüstung: Geschmiedetes fürs Heerlager

Kesselsägen, Stangen und Lagerausrüstung: Geschmiedetes fürs Heerlager

Wer auf einem Mittelaltermarkt oder Reenactment-Treffen eine authentische Kochstelle betreibt, kommt an funktionalem Schmiedezeug kaum vorbei. Die Kesselsäge — auch Hale genannt — ist ein zentrales Werkzeug: Sie ermöglicht die Höhenregulierung des Kessels über dem offenen Feuer, ohne dass der Kessel abgenommen werden muss. Die im Sortiment erhältliche Ausführung ist für Kessel bis ca. 10 Liter ausgelegt und aus Stahl gefertigt, damit sie dem direkten Hitzeeinsatz standhält. Ergänzend dazu empfiehlt sich passendes Kochgeschirr aus dem Sortiment.

Eine andere Art von Schmiedearbeit fürs Lager ist die tordierte Stahlstange mit 170 cm Länge: Das Stück ist durch Warmverdrehung im typischen mittelalterlichen Stil geformt und dient als optische Lagerabgrenzung — auf Märkten und Veranstaltungen ebenso wie als dekoratives Element zuhause. Beide Stücke bestehen aus 100 % Stahl und sind für den Außeneinsatz geeignet. Wer das Lager vollständig ausstatten möchte, findet sinnvolle Ergänzungen in den Kategorien Felle & Decken und Holzwaren.

Überblick: Geschmiedete Produktgruppen im Sortiment

Geschmiedete Kerzenständer verbinden Funktion und mittelalterliche Ästhetik. Sie eignen sich gleichermaßen für den Einsatz im Lager wie als Einrichtungselement zuhause. Die sichtbare Hammerschlagstruktur macht jedes Stück zum Einzelstück.

Kerker-Waren wie Handschellen und Fußfesseln aus Schmiedeeisen sind ein beliebtes Requisit für Theater, Film und LARP-Szenerien. Die Stücke sind dekorativ gestaltet, aber robust genug für wiederholten Einsatz.

Schmiedeeisernes Kochgeschirr für die offene Feuerstelle gehört zu den klassischen Lagerbedarf-Kategorien. Die Stücke sind hitzestabil, langlebig und historisch belegbar — ob im Reenactment-Kontext oder auf dem Mittelaltermarkt.

Türklopfer aus geschmiedetem Eisen sind sowohl Dekorationsobjekte als auch funktionstüchtige Bauteile. Ihr rustikales Erscheinungsbild passt zu Holztüren, Kisten und Zugängen auf Veranstaltungen.

Rustikale Zangen für die Feuerstelle, Haken, Nägel, Beschläge und Schlösser — diese Gruppe umfasst das handwerkliche Grundmaterial des mittelalterlichen Alltags. Handgeschmiedete Nägel etwa unterscheiden sich deutlich von industriell gefertigten: Sie sind unregelmäßig in Form und Stärke, was sie für authentische Lagerbauten und Truhen unverzichtbar macht.

Mittelalterliche Scheren in Bügelform sind historisch belegte Werkzeuge, die bis ins Frühmittelalter zurückreichen. Im Lager dienen sie als Requisit und Gebrauchsgegenstand zugleich — etwa beim Schneiden von Stoff oder Kräutern.

Authentisch oder dekorativ? So findest du das richtige Stück

Reenactment & Lager
  • Funktionale Belastbarkeit im Vordergrund
  • Historische Vorbilder aus Grabungsfunden und Quellen
  • 100 % Stahl — kein Gusseisen, das unter Belastung spröde brechen kann
  • Sichtbare Hammerschlagstruktur als Echtheitsmerkmal
  • Regelmäßiges leichtes Einölen schützt vor Flugrost, besonders bei Außeneinsatz
Heimdeko & Requisite
  • Optische Wirkung im Vordergrund
  • Industriell gefertigte Varianten oft günstiger und gleichmäßiger
  • Handgeschmiedete Stücke wirken durch ihre Unregelmäßigkeit natürlicher
  • Auch für Film-, Theater- und Museumsbedarf geeignet
  • Pflege ähnlich: trocken lagern, bei Bedarf leicht ölen

Geschmiedete Beschläge und Scharniere: Funktion und Optik im Lager

Geschmiedete Beschläge und Scharniere: Funktion und Optik im Lager

Handgeschmiedete Scharniere — auch als Truhenbänder oder Türbänder bezeichnet — gehören zu den vielseitigsten Stücken im Sortiment. Mit einer Gesamtlänge von ca. 24 cm passen sie zu gängigen Mittelalter-Truhen und Lagerkisten; sie lassen sich aber auch an Holztüren und Kästen montieren. Erhältlich sind sie als Einzelstück oder im 2er-Set, der Preisrahmen liegt zwischen ca. 14 und 28 Euro netto.

Das Material ist durchgängig 100 % Stahl — handgeschmiedet im mittelalterlichen Stil. Die sichtbare Hammerschlagstruktur ist kein Schönheitsfehler, sondern das charakteristische Merkmal echter Schmiedearbeit: Kein Stück sieht exakt aus wie das andere. Für den vollständigen Truhenausbau lassen sich diese Scharniere gut mit Haken, Nägeln und weiteren Beschlägen aus dem Sortiment kombinieren. Wer die Lagertruhe vollends ausstatten möchte, findet passendes Zubehör auch in den Kategorien Mittelalter Lagerbedarf und weiterer Lagerbedarf.

📞 Fragen zur Auswahl? Unser Team ist Mo–Fr 8–12 und 13–15 Uhr unter +49 9921 7099288 erreichbar. Als Trusted-Shops-Mitglied bieten wir 30 Tage Rückgaberecht — und im Lagerverkauf in Rinchnach kannst du Stücke auch vor Ort begutachten.

Ob handgeschmiedetes Scharnier für die Lagertruhe, eine Kesselsäge fürs nächste Heerlager oder eine tordierte Stahlstange als authentische Abgrenzung — such dir das Stück, das zu deinem Vorhaben passt, und schau bei Fragen gern in die Unterkategorien oder ruf uns direkt an.

Häufig gestellte Fragen

Im Mittelalter gab es mehrere spezialisierte Schmiedeberufe: Der Grobschmied fertigte Alltagsgegenstände wie Nägel, Haken, Beschläge und Werkzeuge. Der Hufschmied war für die Pferdehaltung und den Reisebetrieb zuständig. Der Waffenschmied und der Plattner stellten Klingen und Rüstungsteile her. Ab dem Hochmittelalter etablierte sich der Schlosser als eigenständiges Gewerk für Schlösser, Riegel und feine Metallarbeiten.

Die mittelalterliche Schmiedekunst basierte auf dem Prinzip der Warmformgebung: Eisen oder Stahl wurde im Feuer auf Rotglut oder Weißglut erhitzt, bis es formbar war. Der Schmied bearbeitete das glühende Metall auf dem Amboss mit Hammer und Zange — er streckte, bog, lochte oder verdrehte es je nach Bedarf. Anschließend wurde das Stück in Wasser oder Öl abgeschreckt, um Härte und Form zu fixieren. Dieses Verfahren ist im Grundprinzip seit der Eisenzeit nahezu unverändert.

In der germanischen Sagenwelt gilt Wieland der Schmied als der bekannteste mythologische Schmied — er wird als übernatürlich begabter Meister seines Fachs dargestellt, dessen Kunstwerke selbst Götter übertrafen. In der antiken Mythologie nimmt Hephaistos (griechisch) bzw. Vulcanus (römisch) diese Rolle ein. Beide Figuren zeigen, welch hohen Stellenwert Schmiede in der Vorstellung früher Kulturen hatten.

In der Nibelungensage heißt der Schmied Mime. Er ist der Lehrmeister des jungen Helden Siegfried und bringt ihm das Schmiedehandwerk bei. Mime ist eine der zentralen Figuren der germanischen Heldensage und taucht auch in Richard Wagners Opernzyklus 'Der Ring des Nibelungen' auf.

Handgeschmiedetes Eisen und Stahl neigen besonders bei Feuchtigkeitskontakt zu Flugrost — das ist kein Qualitätsmangel, sondern eine Eigenschaft des Materials. Zur Pflege genügt es, die Stücke regelmäßig dünn mit einem neutralen Öl (z. B. Leinöl oder Maschinenöl) einzureiben. Stücke die im Freien eingesetzt werden — etwa Lagerabgrenzungen oder Kochstellenzubehör — sollten nach dem Einsatz trocken gelagert werden. Leichter Rostbefall lässt sich mit feiner Stahlwolle abtragen, danach sofort wieder einölen.

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