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Wikinger Tunika und Hemden für Reenactment


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Die Wikinger Tunika ist das Herzstück jeder nordischen Gewandung – ob für Reenactment, Mittelaltermarkt oder LARP. Hier findest du Tuniken und Hemden aus Wolle, Baumwolle und Leinen, die den Alltag der Wikingerzeit zwischen 793 und 1066 n. Chr. glaubwürdig verkörpern. Mit über 200 Artikeln von Burgschneider und Battle Merchant deckt die Kollektion alles ab – von der leichten Untertunika bis zum schweren Klappenrock.

Wikinger Tunika: Das Kleidungsstück der Wikingerzeit

Wikinger Tunika: Das Kleidungsstück der Wikingerzeit

Die Tunika war das zentrale Kleidungsstück der Wikingerzeit – für Männer wie für Frauen. Ihr charakteristischer gerader Schnitt mit seitlich eingesetzten Keilen sorgt für ausreichend Bewegungsfreiheit beim Reiten, Kämpfen und beim Alltagsleben. Je nach Schichtung wurde sie als Unter- oder Obertunika getragen: Eine leichte Leinentunika direkt auf der Haut, darüber eine wärmende Wolltunika als Oberlage.

Die historisch belegten Längen variieren deutlich: Vom kurzen Waffenrock, der knapp über die Hüften reicht, bis zum hüftlangen Alltagshemd, das über die Wikinger Hosen getragen wird. Archäologische Funde aus Haithabu, Birka und Dublin belegen diese Vielfalt. In der Darstellung für Wikinger Reenactment ist die korrekte Tunika daher kein Accessoire, sondern das Fundament der gesamten Gewandung.

Materialien im Vergleich: Wolle, Leinen oder Baumwolle?

Die Wahl des Materials entscheidet maßgeblich über Authentizität, Tragekomfort und Pflegeaufwand. Historisch korrekt waren ausschließlich Wolle und Leinen – beide sind bis heute die erste Wahl für Reenactment-Darstellungen:

Material Eignung Eigenschaften
Wolle Historisch Wärmend, auch nass isolierend – ideal für kalte Jahreszeiten und Reenactment. Schwerer Wollstoff wie bei der Lodin-Tunika verleiht eine imposante Erscheinung.
Leinen Historisch Authentisches Sommermaterial, besonders für die Untertunika. Sehr atmungsaktiv, liegt angenehm auf der Haut.
Baumwolle LARP Nicht historisch korrekt, aber pflegeleicht und erschwinglich. Gut für Einsteiger und gelegentliche Marktteilnehmer.
Fischgrat-Mischgewebe Historisch Charakteristisches Webmuster mit besonderer optischer Qualität (z. B. Tunika Tyr: 60 % Wolle). Historisch inspiriert, leicht zu pflegen.

Tunika-Typen: Von der Untertunika bis zum Klappenrock

Untertunika

Snorri · Lofar · Leif

Leichte Baumwollhemden als unterste Kleidungsschicht. Erhältlich mit kurzen oder langen Ärmeln, naturfarben und in grober Baumwoll-Optik. Ideal als Basis-Layer unter jeder Oberlage. Ab ca. 29 €.

Kurztunika

Aegir · Erik

Mittlere Schicht aus grob gewebter Baumwolle. Vielseitig kombinierbar, authentische Optik durch schlichten Schnitt. Die Kurzarmtunika Aegir und die Kurz-Tunika Erik sind geschlechterübergreifend tragbar. Ab ca. 33 €.

Wolltunika

Lodin

Schwerer Wollstoff für eine imposante Erscheinung. Langärmelig, geschlechterübergreifend, für Reenactment und kalte Jahreszeiten. In vielen Farben: Bordeaux, Grau, Grün, Blau, Braun, Dunkelgrau. Ab ca. 50 €.

Fischgrat-Tunika

Tyr

Charakteristisches Fischgrat-Webmuster aus 60 % Wolle, 37 % Polyester und 3 % Nylon. Langärmelig, kurzgeschnitten, besondere optische Qualität. Erhältlich in Schwarz/Grau, Oliv/Grau und Bordeaux/Grau. Ab ca. 58 €.

Klappenrock

Loki

Spezifische nordische Form mit seitlichen Schlitzen – typisch für nordische Krieger-Darstellungen. Trägt zur authentischen Silhouette bei und ermöglicht freie Beinbewegung. In Dunkelgrau erhältlich. Ab ca. 58 €.

Welche Kleidung trugen die Wikinger? Historischer Hintergrund

Die Vorstellung von schmuddeligen, ungepflegten Nordmännern hat die Forschung längst widerlegt. Wikinger pflegten ihr Äußeres offenbar stärker als viele Zeitgenossen – Kämme aus Hirschgeweih, Fibeln zum Zusammenhalten der Gewandung und verzierte Borten als Zierelement an Halsausschnitt und Ärmeln sind vielfach archäologisch belegt.

Männer trugen eine Tunika über einer Untertunika, dazu Hose und Wadenwickel aus Wolle oder Leinen. Frauen kleideten sich in ein langes Untergewand, darüber ein Trägerkleid, das mit Wikinger Fibeln an den Schultern gehalten wurde. Wolle dominierte als wärmendes Hauptmaterial, Leinen wurde bevorzugt für körpernahe Unterlagen verwendet.

Welche Farben trugen die Wikinger? Natürliche Pflanzenfärbe-Töne wie Erdbraun, Blau aus Waid, Rot aus Krapp und Gelb aus Reseda waren verbreitet und für alle gesellschaftlichen Schichten zugänglich. Lila war teuer und selten – der Purpurfarbstoff wurde aus Purpurschnecken gewonnen und war so aufwändig herzustellen, dass er hauptsächlich Adel und Klerus vorbehalten blieb. Deshalb trugen Wikinger im Alltag eben keine lila Hemden – der bunte Eindruck in Film und Fernsehen entspricht nicht der historischen Realität für einfache Menschen.

Wikinger Tunika richtig kombinieren: Das komplette Outfit

Die Tunika bildet das Fundament – doch erst die Kombination mit passenden Teilen ergibt eine stimmige Gesamtgewandung. Wikinger Hosen und Wadenwickel aus Wolle ergänzen die Unterpartie historisch korrekt. An Halsausschnitt und Ärmeln machen Borten und Fibeln den Unterschied zwischen einem schlichten Kostüm und einer durchdachten Darstellung.

Ein Wikinger Gürtel mit angehängter Gürteltasche oder einem Beutel sorgt für praktische Alltagsausrüstung und wertet optisch auf. Wikinger Schuhe mit flacher Sohle und turnschuh-freier Optik runden das Bild nach unten ab. Für kalte Jahreszeiten lässt sich ein Umhang oder Mantel über der Tunika schichten – eine Kombination, die sowohl praktisch als auch historisch belegbar ist.

Wer sein Outfit mit Schmuck vollenden möchte: Wikinger Schmuck wie Armreife, Ketten und Anhänger ergänzen die Gewandung auf einem Mittelaltermarkt ebenso wie im Reenactment-Lager.

Preisstufen: Die richtige Tunika für dein Budget

Einstieg · ab 29 €

Untertunika aus Baumwolle (Snorri, Lofar, Leif) – ideal als Basis-Layer für Einsteiger oder als erschwingliche erste Schicht unter einer Wolltunika. Pflegeleicht, in Naturfarben erhältlich.

Mittleres Segment · 33–50 €

Kurztunikas aus grob gewebter Baumwolle (Aegir, Erik) und die Wolltunika Lodin für regelmäßige Marktteilnehmer. Solide Verarbeitung, authentische Optik, breite Farbauswahl von Bordeaux bis Dunkelgrau.

Hochpreissegment · 58–76 €

Fischgrat-Tunika Tyr und Klappenrock Loki mit charakteristischem Webmuster oder spezifischem nordischen Schnitt. Für Reenactors, die auf besondere Optik und historisch inspirierte Details setzen.

Tipp: Die Kombination aus einer günstigen Baumwoll-Untertunika (ca. 29 €) und einer hochwertigen Wolltunika Lodin (ca. 50 €) ergibt für rund 80 € ein authentisch wirkendes Schichtungs-Outfit – exakt so, wie Wikinger tatsächlich gekleidet waren.

Vehi Mercatus ist seit über 20 Jahren Fachhandel für Mittelalter, Reenactment und LARP. Telefonische Beratung Mo–Fr 8–12 und 13–15 Uhr (+49 9921 7099288), 30 Tage Rückgaberecht, Trusted Shops zertifiziert.

Mit über 200 Tuniken und Hemden – von der leichten Baumwoll-Untertunika bis zur schweren Wolltunika im Fischgrat-Muster – findest du hier die passende Wikinger Gewandung für jeden Anlass und jedes Budget. Stöbere durch die Kollektion und stell dir dein authentisches Wikinger-Outfit zusammen.

Häufig gestellte Fragen

Männer der Wikingerzeit trugen eine Tunika aus Wolle oder Leinen über einer Untertunika, dazu Hosen und Wadenwickel. Frauen kleideten sich in ein Untergewand und ein langes Trägerkleid, das mit Fibeln an den Schultern gehalten wurde. Wolle war das dominierende Hauptmaterial, Leinen wurde bevorzugt für körpernahe Lagen verwendet. Kämme, Fibeln und verzierte Borten zeigen, dass Wikinger ihr Äußeres stärker pflegten als lange angenommen.

Lila war in der Wikingerzeit äußerst teuer und selten, da der Farbstoff aus Purpurschnecken gewonnen werden musste – ein extrem aufwändiger Prozess. Im Alltag waren natürliche Pflanzenfärbe-Töne wie Erdbraun, Blau (Waid), Rot (Krapp) und Gelb (Reseda) verbreitet. Lila war hauptsächlich Adel und Klerus vorbehalten, nicht einfachen Kriegern oder Händlern. Die bunte Filmdarstellung entspricht also nicht der historischen Realität für die Mehrheit der Bevölkerung.

Die Untertunika (z. B. Snorri, Lofar, Leif) ist eine leichte Schicht aus Baumwolle oder Leinen, die direkt auf der Haut getragen wird. Sie dient als Basis-Layer, reguliert Feuchtigkeit und schützt die Oberbekleidung. Die Wolltunika (z. B. Lodin) ist die schwere Außenlage aus Wollstoff – sie wärmt, schützt auch bei Nässe und verleiht der Darstellung eine imposante Erscheinung. Historisch korrekt wurden beide Lagen kombiniert.

Viele Modelle aus dem Sortiment sind bewusst geschlechterübergreifend konzipiert – die Wolltunika Lodin etwa wird ausdrücklich als unisex beschrieben. Kurztuniken wie Aegir und Erik passen aufgrund des geraden Schnitts und der weiten Passform für alle. Für eine spezifisch weibliche nordische Darstellung empfiehlt sich die Kombination der Tunika mit einem Wikinger Trägerkleid.

Für historisch orientiertes Reenactment sind Tuniken aus Wolle oder Leinen die erste Wahl, da Baumwolle im mittelalterlichen Nordeuropa nicht heimisch war. Die Wolltunika Lodin und die Fischgrat-Tunika Tyr kommen der historischen Materialität am nächsten. Wer noch strikter auf Authentizität achtet, kombiniert eine leichte Untertunika mit einer schweren Wolltunika als Oberlage – exakt so, wie es archäologische Funde und schriftliche Quellen nahelegen.

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